Käffchen Impossible
Shownotes
In der alten Bundesrepublik unserer Kindheit gab es viele Worte, Formulierungen & mitunter auch Beleidigungen, die heute in dieser Form nicht mehr gesagt werden.
Man hört sie schlicht und einfach deswegen nicht mehr, da man ohne den zeitlich-kulturellen Kontext nicht mal mehr verstehen würde, als was man denn eigentlich gerade beleidigt wurde, sollte einem einer eines dieser historischen Schimpfwörter entgegenschmettern.
Was war es wohl gemeint, wenn jemandem ein sogenanntes „Radiogesicht“ unterstellt wurde? Kann man das einfach in die Moderne übertragen, indem man es zum „Podcastgesicht“ übersetzt, und was lehrt uns diese Wortherkunft über den um sich greifenden Trend des Videopodcasts?
War man nicht irgendwie ganz froh, dass es nach all dem Fernsehen, UHD und VR irgendwie allgemein akzeptiert war, dass Audio-only uns in einem Schildbürgerstreich als das neue, coole Ding verkauft wurde?
Vorbei scheint dieses weltweite Gentleman Agreement, seine Fresse nicht mehr in jede Kamera zu halten.
Thomas, Jakob & Klaas formulieren in dieser Ausgabe Baywatch Berlin ihre berechtigte Angst, dass sie bald die Nächsten sein könnten, deren tote Augen beim Blödsinnreden versehentlich eine Metaebene zu viel anliefern.
Verständliche Panik , gerade man auf die hauchdünne Inhaltsangabe schaut:
Schmitt zeigt uns heute allen seinen Penis (damit wir & er es dann „hinter uns haben“),
Jakob lotet aus, ab welchem Vergehen es als zulässige Selbstjustiz verstanden wird, fremde Leute mit Panzertape an einen Flugzeugsitz zu kleben, & Klaas probiert eigentlich durchgehend neue Taktiken aus, wie er aus einem ruhigen, sachlichen Gespräch mit zwei, drei Handgriffen eine komplett asoziale Schreierei zaubern kann.
Im Prinzip eine normale Folge Baywatch Berlin, die man wirklich besser erträgt, wenn man sie nicht auch noch sehen muss.
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